"Weihnachtsbrief 2020" Drucken

Im Dezember 2020

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder, liebe Freunde und Förderer,

ein Jahr geht zu Ende das von der Corona-Pandemie geprägt war. Dieses hat viel verändert, aber der traditionelle Weihnachtsbrief bleibt.

Am 11.3.2020 konnten wir noch unsere Mitgliederversammlung abhalten. Dort wurde der komplette Vorstand überwiegend aus den bisherigen Vorstandsmitgliedern gewählt.

In diesem Jahr ist unsere Ehrenvorsitzende Dorothee Vorbeck sowie unser Vorstandsmitglied Renate Simmedinger-Streb verstorben. Frau Simmedinger-Streb ist noch im März 2020 für 40 Jahre Mitgliedschaft im Verein geehrt worden und wurde in den Vorstand gewählt. Wir sind dankbar, dass sie so lange die aktive Vereinsarbeit unterstützt haben. Ihr Tod hinterlässt eine Lücke. Viele von uns sind persönlich betroffen. Sie werden uns bei unserer Vereinsarbeit fehlen.

Mit der Corona-Pandemie war die JVA für uns dann geschlossen. Einige Telefongespräche führten wir mit dem Abteilungsleiter des Mutterkind-Heimes, aber die persönlichen Kontakte mit den gefangenen Frauen entfielen. Dies veränderte unsere Arbeit. Zur Kontaktaufnahme gibt es einen Aushang, dass sich die inhaftierten Frauen bei Bedarf schriftlich an den Verein wenden können.

Das offene Mutter-Kind-Heim war aufgrund der bestehenden Corona-Pandemie zum Schutz der Kinder von Mitte März bis Anfang August geschlossen. Die Gefangenen hatten durch ihre Haftunterbrechung finanzielle Probleme. Eine "Corona-Beihilfe" wurde für die sieben Gefangenen bezahlt. Alle zu Ostern inhaftierten 200 Frauen der JVA erhielten Briefmarken, um den Kontakt zu ihren Angehörigen oder Freunden aufrecht zu halten.

Wie jedes Jahr leistete der Verein finanzielle Hilfen für Fahrt- und Telefonkosten. Der Kursus „Umgang mit Schwangeren“ wurde finanziert sowie Osterbastelmaterial bezahlt. Über die Stiftung des Vereins wurden Spielsachen und Bastelmaterial, Sonnenabdeckungen, Gartenmöbel und Spielhäuser finanziert.

Zur besseren Unterscheidung zwischen Verein und Stiftung gibt es jetzt eine eigene Webadresse zur Homepage der Stiftung: www.mkhstiftung.de. Die Webadresse des Vereins bleibt weiter: www.mkhpreungesheim.de.

Unser herzlicher Dank gilt wie immer all denjenigen, die auch in diesem Jahr durch Bußgeldzuweisungen, Geld- und Sachspenden unsere Aktivitäten ermöglicht haben. Die Arbeit zugunsten der Mütter und ihrer Kinder in beiden Mutter-Kind-Heimen der Justizvollzugsanstalt Frankfurt III liegt uns sehr am Herzen und wird auch weiterhin unser Handeln lenken.

Dies alles ist nur möglich durch ihre Unterstützung. Wir bitten sie, uns ihre Hilfe durch Beiträge, Spenden und Bußgeldzuwendungen auch weiterhin zukommen zu lassen, damit wir unsere vielfältigen Aufgaben gerecht werden können.

Wir wünschen Ihnen und ihrer Familie trotz der Corona-Einschränkungen ein frohes, friedliches Weihnachtsfest und ein glückliches und gesundes Jahr 2021.




Erika Mildeberger-Röhmig
Vorsitzende des Vereins Mutter-Kind-Heim Preungesheim e.V.